Inklusion

Inklusion

Individuelle Förderung: Gemeinsam den richtigen Weg finden

In unserer Schule lernen Kinder, die einen Förderbedarf im Bereich geistige Entwicklung haben. Manche Schüler*innen benötigen zusätzlich Unterstützung in weiteren Bereichen, zum Beispiel beim Hören. Unser Ziel ist es, jedes Kind bestmöglich zu begleiten und auf seinem ganz eigenen Lernweg zu unterstützen.

Wie wird ein Förderbedarf festgestellt?

Unsere Lehrkräfte besuchen die Kinder in ihrem vertrauten Umfeld, im Kindergarten oder in einer anderen Schule, beobachten sie beim Spielen oder im Unterricht und arbeiten ein wenig mit ihnen. Ein ausführliches Gespräch mit den Eltern gehört selbstverständlich immer dazu.
Dieser Prozess wird häufig von Erzieher*innen, Lehrer*innen anderer Schulen oder von den Eltern selbst angeregt. Wichtig ist: Eltern begleiten diesen Weg von Anfang an und werden aktiv in alle Überlegungen einbezogen.

Am Ende des sogenannten „Verfahrens zur Feststellung eines sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfs“ trifft sich die Förderkommission.

Die Förderkommission: Gemeinsam beraten, gemeinsam entscheiden

In dieser Runde kommen alle zusammen, die das Kind gut kennen: die Eltern, die Lehrkräfte, welche das Kind überprüft haben, die Schulleitung und, falls es schon ein Schulkind ist, auch die bisherigen Lehrer*innen.
Gemeinsam überlegen wir, welcher Lernort für das Kind am besten geeignet ist. Die Eltern entscheiden letztlich, ob ihr Kind seine Förderung bei uns an der Astrid-Lindgren-Schule oder inklusiv an einer anderen Schule wie beispielsweise einer Grundschule, Hauptschule oder IGS erhalten soll.

Was bedeutet Inklusion genau?

Bei inklusivem Unterricht lernen Schüler*innen mit und ohne Förderbedarf gemeinsam in einer Klasse, etwa an einer Grund-, Haupt- oder Realschule oder einer IGS.
Kinder mit festgestelltem Förderbedarf arbeiten dabei mit anderen Lernzielen und Materialien als ihre Mitschüler*innen ohne Förderbedarf. Sie schreiben beispielsweise keine Klassenarbeiten. Am Ende ihrer Schulzeit erhalten sie daher auch nicht den Abschluss derjenigen Schule, die sie inklusiv besuchen.

Zur Unterstützung kommen regelmäßig Lehrkräfte einer Förderschule direkt in die Klasse und fördern die Kinder in zusätzlichen Stunden. Im Regelfall sind das fünf Förderstunden in der Woche. Ein Wechsel ist übrigens jederzeit möglich: Von der inklusiven Beschulung zur Förderschule und auch umgekehrt.

Welcher Lernort ist der richtige für mein Kind?

Diese Frage ist von großer Bedeutung und sie lässt sich nicht pauschal beantworten. Jedes Kind ist einzigartig, und deshalb wird die Entscheidung immer individuell getroffen. Die Förderkommission bietet dabei eine wertvolle Gesprächsplattform.
Zur Wahl stehen in der Regel:

  1. Der Besuch der Förderschule
  2. Der inklusive Besuch einer anderen Schule

Die Entscheidung treffen immer die Eltern.

Wichtige Fragen, die Ihnen helfen können

  • Welche Schulen kommen in Betracht?
  • Wie lang ist der Schulweg?
  • Wie groß ist die Klasse, in die mein Kind gehen würde? Hat die Schule Erfahrung mit Kindern mit dem Förderbedarf geistige Entwicklung?
  • Wie ist die Schule ausgestattet?
  • Wie selbstständig arbeitet mein Kind?
  • Braucht mein Kind therapeutische Angebote – und wo sind diese verfügbar?
  • Welche Mitschüler*innen könnten meinem Kind guttun?
  • Handelt es sich um eine Ganztags- oder Halbtagsschule – und wie passt das zu unserem Familienalltag?

Unsere wichtigste Aufgabe ist es, Sie auf diesem Weg zu begleiten. Gemeinsam schauen wir auf alle Möglichkeiten und suchen den Lernort, an dem Ihr Kind sich wohlfühlt und sich bestmöglich entwickeln kann.

Weitere Informationen

Die Landesschulbehörde Niedersachsen stellt hilfreiche Broschüren rund um das Thema Inklusion bereit.

Wo kann ich mich noch zusätzlich beraten lassen?

In Peine steht Ihnen das Regionale Beratungs- und Unterstützungszentrum Inklusive Schule (RZI) zur Seite. Dort erhalten Eltern, Lehrkräfte, Schulleitungen und Schulträger fachkundige Unterstützung rund um das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung. Das RZI hilft dabei, passende Lösungen zu finden und die inklusive Beschulung bestmöglich zu gestalten.